Bayerische Firmen tragen zum Erfolg von kanadischen Fliegern bei

Bayerische Firmen tragen zum Erfolg von kanadischen Fliegern bei

Eines der fortschrittlichsten und umweltfreundlichsten Flugzeuge der modernen Geschichte wurde vom in Quebec ansässigen Riesen Bombardier entwickelt: Die C-Serie — seit 2017 Eigentum von Airbus und bekannt als A-220 — gilt in der Branche als Meilenstein in Sachen Lärmmanagement, Treibstoffverbrauch und Passagierkomfort.

Um diesen Forschung und Engineering-Erfolg zu erzielen und in die Tat umzusetzen, konnten Bombardier und anschließend Airbus auf das jahrzehntelange Know-how und die Expertise zweier bayerischer Unternehmen zurückgreifen: Seit 2011 leitet die IABG zum einen die Ermüdungsprüfung der A-220 — mit Schwerpunkt auf der materialmechanischen Belastbarkeit innerhalb der Metallstrukturen des Rumpfes — einem wesentlichen Bestandteil der offiziellen Zertifizierung des Flugzeugs. Liebherr Aerospace hingegen liefert die Fahrwerke des Flugzeugs, die sie in ihrem Werk Laval in Quebec montieren und testen, und ist auch für die erweiterte Logistik dieses Teils verantwortlich.

Auch die Entwicklung der Global 7500 und Global 8000, der neuen Generation von Bombardier’s Bireactor-Businessjets, hat einen bayerischen Einfluss. Liebherr Aerospace wurde 2011 mit der Betreuung der Luftmanagementsysteme beauftragt und setzt damit eine langjährige Zusammenarbeit mit dem kanadischen Flugzeughersteller fort — seit 1993 als Lieferant für die Global Express-Flugzeuge von Bombardier ausgewählt. Apparatebau Gauting liefert die Wasser- und Abwassersysteme, die sie im Laufe der Jahre zu einer ihrer Spezialitäten gemacht haben, für Klein- und Großflugzeuge, Passagier- und Frachtflugzeuge.

Bei der Ankündigung ihrer Wahl betonte Bombardier, dass sie „qualitativ hochwertige Lieferanten suchten (….), um die notwendige Flexibilität für zukünftige Innovationen zu gewährleisten“.